Die Mietpreisbremse - Was regelt Sie und wo greift sie? 

 

In vielen Großstädten und interessanten Wohngebieten sind die Mieten in den letzten Jahren stark angehoben worden. Die Bundesregierung versucht diesem Trend entgegenzuwirken, indem Sie eine sogenannte Mietpreisbremse eingeführt hat. Aber was wurde genau geregelt und wo soll die Mietpreisbremse eingesetzt werden? Bringt die Mietpreisbremse den erhofften Erfolg oder ist sie gescheitert? Das möchten wir hier erläutern: 

Was soll geregelt werden und ab wann ?

Die Mietpreisbremse regelt, dass Mieten für Bestandswohnungen (Wohnungen, die bereits vor dem 1. Oktober 2014 genutzt und vermietet wurden) bei Wiedervermietung in Großstädten und attraktiven Wohngegenden höchstens um 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden.

Die Mietpreisbremse soll in Gegenden mit einem angespannten Wohnungsmarkt gelten. Die jeweiligen Regionen werden von den Bundesländern festgelegt. 

Das Gesetz ist seit dem 01.06.2015 in Kraft getreten. 

Was ist Grundlage für die Vergleichsmiete?

Als Grundlage für die Mietpreisbremse gilt die sogenannte „ortsübliche Vergleichsmiete". Dies ist die Nettokaltmiete und damit der Mietbetrag, ohne die monatlichen Nebenkostenvorschüsse. Die Vergleichs­miete ist der statistisch ermittelte Euro-Betrag pro Quadrat­meter Wohn­fläche, der üblicher­weise für vergleich­bare Wohnungen in dieser Wohn­lage in den zurück­liegenden vier Jahren gezahlt wurde. Mieter können sich bei Mietverbänden oder den Gemeinden nach dem regionalen Mietspiegel erkundigen. Der Mietspiegel gibt Auskunft, wie hoch der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter für eine vergleichbare Wohnung in der gewünschten Region ist. Sind vor Ort für Wohnungen gleicher Art z.B. 9 Euro üblich, darf der Vermieter zu Beginn des Mietverhältnisses demnach maximal 9,90 Euro verlangen. ( Altmiete + 10 % Mieterhöhung ) 

 

 In diesen Bundes­ländern gilt die Miet­preisbremse schon

  • Bayern
  • Baden-Württem­berg
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Nord­rhein-West­falen
  • Rhein­land-Pfalz
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

 

 

 Diese 4 Bundes­länder wollen noch nicht die Mietpreisbremse einführen:

  • Meck­lenburg-Vorpommern
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Saar­land.

Die von der Mietpreisbremse betroffenen Städte und Regionen können Sie auf den jeweiligen Internetseiten der Kommunen einsehen. 

 

Greift die Mietpreisbremse?

Momentan sieht es so aus, als würde die Mietpreisbremse versagen. Der Grund ist einfach. Die Vermieter haben die Möglichkeit, Ihre Wohnung auch anderseitig zu vermieten. Sollte ein Mietinteressent auf die Mietpreisbremse bestehen, so wird es andere Interessenten geben, die bereit sind, einen höheren Mietpreis zu zahlen. Dazu kommt noch, dass Mieter wenig Interesse haben, sich mit Ihren Vermietern zu streiten. Gleichzeitig sind die Strafen für ein Mietbremsvergehen noch nicht richtig geregelt. Die Zukunft wird zeigen, ob die Mietpreisbremse ein Erfolg wird.  

 

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